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Kopf 5

 

Zeitzeugenbericht in Jahrgang 7

 

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Mucksmäuschenstill lauschten die Schüler des Jahrgangs 7 in zwei Unterrichtsstunden den Worten des Rheder Heimatforschers Albert Vinke. Der 82-jährige Ehrenbürger der Gemeinde Rhede erzählte den Oberschülern eindrucksvoll von der Kriegs- und Nachkriegszeit in ihrer Heimatgemeinde. Vinke, der bereits einige Bücher zur Heimatgeschichte veröffentlicht hat, berichtete davon, dass Rhede im Zuge des Zweiten Weltkrieges nahezu in Schutt und Asche lag. Auch vom Tod seines damals elfjährigen Bruders Heinrich durch einen Granatsplitter in den letzten Kriegstagen und die Angst, die in ihm bei Fliederalarm aufkam, erzählte Vinke sehr persönlich. Sein Besuch, bei dem er auch viele Schülerfragen beantwortete, stellte eine Verbindung zwischen Deutsch- und Geschichtsunterricht für die Siebtklässler dar. Innerhalb des Deutschunterrichts lasen die Schüler nämlich unter Anleitung von Frau Lowens und Frau Heselmeyer den autobiografischen Roman „Warum wir Günter umbringen wollten“ von Hermann Schulz. Dieser behandelt das Thema Mobbing in der Nachkriegszeit. Das im Unterricht zu bearbeitende Lesetagebuch sah es dann vor, eine Person zu interviewen, die die Nachkriegszeit erlebt hat. Gemeinsam kam im Unterricht daher die Idee auf, Albert Vinke einzuladen.